Das war die 4. Auflage der Ottensheimer Discgolf Open

Schon die Anmeldungseröffnung war nichts für schwache Nerven: binnen ein, zwei Stunden waren die 84 Startplätze, abgesehen von den Wildcards, vergeben; die Warteliste wuchs noch auf fast zwei Dutzend Spielwillige an. Das kann Die Ottensheimer Discgolf Elite ganz positiv nehmen: in den letzten drei Jahren hat das Turnier einen ausgezeichneten Ruf bekommen, sei es, was die Organisation angeht oder das schöne und interessante Kursdesign in Park, Streuobstwiesen und Donau-Au, wo an den feinen Sandstränden Urlaubsgefühle aufkommen … zumindest wenn die Sonne scheint. Aber irgendwie hatten die Ottensheimer sogar das Wetter einigermaßen im Griff, wenn man an die pessimistischen Vorhersagen denkt.DSC_0020

Nach dem dramatischen Hochwasser im letzten Jahr waren wir gespannt, wie sich das Gelände präsentieren würde: die Au-Vegetation war trotz des bis dahin warmen Frühlings sehr licht und so manche Böschung war nun merklich gerundet wie zB jene bei Hole 21. Die Parkwiese hatte einen sandigen Untergrund, der die Scheiben mitunter unerwartet hoch aufspringen ließ. Die Rodlbudl, die zur Gänze überflutet worden war, zeigte sich komplett saniert und auch sonst konnte der Laie die Schäden durch Wasser- und Schlammmassen nicht mehr erkennen. Durch den niedrigen Wasserstand der Donau und der großen Rodl in diesem Jahr konnten wieder die beiden schönen Strandbahnen bespielt werden. In der Folge fand sich so mancher in der Situation, die extrem feine Körnung des Sandes und die Temperatur des Wasser mit den Füßen zu fühlen.DSC_0039

Der Turnierverlauf gestaltete sich von Runde 1 bis zum Finale spannend: bei den Herren matchten sich sieben Spieler, die Führenden wechselten jeweils. Würde sich Titelverteidiger und TD Günther Kaimberger, der aufstrebende Golfer aus Bernau, Jesse Hawkins, oder aber Norbert Eder, der sich mit einer sensationellen dritten Runde (14 unter dem Kurspar von 72!) ins Finale spielte, durchsetzen? Schließlich überraschte und überzeugte mit einem beeindruckenden Birdie-Lauf Discgolf-Urgestein Bernd Wender, der als Fünftplatzierter in die finale Runde auf sechs Bahnen eingestiegen war. Er gewann einen Wurf vor Günther, dem Dani Hátvani und Norbert Eder ex aequo auf Rang drei folgten.

Auch der Damenbewerb verhieß zunächst eine enge Partie, zumal nach der ersten Runde fünf Damen nur zwei Punkte von einander getrennt waren. Danach zerfloss das Feld aber mehr als deutlich und die beiden Favoritinnen, Katharina Gusenbauer und Katka Bodova, lieferten sich bis ins Finale einen tollen Wettstreit. Mit Daniela Filandrová zeichneten sich alle drei Finalteilnehmerinnen  durch eine sichere und konstante Spielweise aus. Katharina gelang es auf diese Weise, ihren Vorsprung sicher ins Ziel zu bringen und gewann vor Katka und Daniela.

Bei den männlichen Junioren gab es wie im letzten Jahr zwei Teilnehmer: den wiederum stark aufspielenden Daniel Maier und Florian Lingenhel.

Auch diesmal war das Ottensheim Open ein voller Erfolg, den Spielern aus mindestens sechs Ländern hat es prächtig gefallen und die Veranstalter werden auch wohl nächstes Jahr mit einem großen Ansturm bei der Anmeldung rechnen können.

Ein Bericht von Birgit Lingenhel.

Dieser Beitrag wurde unter Turniere veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.